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Kleine Objektivkunde:
Makro oder wie bekomme ich kleines groß. Teil 1
Grundsätzlich ist eine Makroaufnahme durch den Abbildungsmaßstab definiert. Laut DIN 19040 ist eine Makro Aufnahme zwischen 1:10 und 10:1 angesiedelt. Wobei man im Alltag eigentlich erst ab einem Abbildungsmaßstab von 1:4 von einer Makroaufnahme redet. Bei Bildern mit einem Abbildungsmaßstab >1:1 spricht man auch von Mikroaufnahmen.
Bei Kompaktkammeras wird die Makrofunktion über die Naheinstellgrenze definiert was aber ohne Zusatzinformationen keine große Aussage hat.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Makroaufnahmen zu erstellen. Bei Kompaktkameras gibt es nur die Möglichkeit die Vergrößerung durch eine Nahlinse zu erhöhen. Eine Nahlinse ist quasi eine Lupe für ein Objektiv. Nahlinsen die mehre Linsen enthalten um Chromatische Abberationen zu vermindern nennt man Achromaten. Nahlinsen die keine Achromaten sind, kann man für gute Makroaufnahmen nicht empfehlen da die Abbildungsfehler sehr deutlich bei diesen sehr günstigen Nahlinsen sind.
Bei Kameras mit wechsel Objektiven gibt es mehrere Möglichkeiten um den Abbildungsaßstab zu vergrößern.
- Balgengeräte oder Zwischenringe
- Nahlinsen
- Makro oder Lupenobjektive.
- Objektive in Retrostellung.
Es ist natürlich möglich die verschiedenen Möglichkeiten zu kombinieren. Ich persönlich kombiniere gerne Zwischenringe und Makroobjektiv. Auch mein Nikkor 70-300mm benutze ich für Makros im zusamenhang mit meiner Raynox DCR-250 Nahlinse.
Ein Problem bei Makros ist die sehr geringe Schärfentiefe. Je nach Abbildungsmaßstab und Blende kann die Schärfentiefe unter 1mm sinken. Dies erfordert eine genaue festlegung der Schärfenebene und damit eine sehr präziese fokussierung die oft der AF der Kamera nicht leisten kann. Auf grund der Meßfeldgröße kann man nicht nur das gewünschte anvisieren sonder man bekommt immer noch mehr in das AF-Meßfeld als man möchte.
Dann muß man durch manuelle fokussierung die Schärfeebene selber festlegen. Eine weitere Variante ist wenn man die Kamera auf einem Staiv mit einstellschlitten hat den gewünschten abbildungsmaßstab/Bildausschnitt festzulegen und durch verschieben der Kamera mit dem Einstellschlitten zu fokussieren.
Man kann und sollte durch schließen der Blende die Schärfentiefe natürlich erhöhen. Draussen in der Natur bekommt man aber schnell ein Problem mit der Belichtungszeit. Gerade wenn man in Morgen oder in den Nachmittagsstunden bei weichem Licht fotografieren möchte muss man sich über die beste Vorgehensweise klar werden.
- Benutze ich ein Stativ?
- Benutze ich ein Blitz?
- Wieviel Schärfentiefe benötige ich?
- Wie ruhig kann ich die Kamera halten?
- Bewegt sich mein Motiv?
- Wie hoch kann ich in der Empfindlichkeit (ISO) der Kamera gehen?
Aus diesen Fragen und dem vorhandenem Licht ergibt sich die vorgehensweise. Gerade in der Makrofotografie kommt man leicht an technische Grenze so das man oft mit Kompromissen Leben muß.
Bei Naturmakros versuch ich den Blitzeinsatz zu vermeiden da mir der Aufwand zu groß ist trotz Blitz eine natürliche Lichstimmung hinzubekommen. Das zwingt einem oft zum einsatz eines Statives das aber noch mehr vorteile bietet aber eine völlig andere Arbeitsweise bei flüchtigen Motiven(Insekten,Spinnen u.a.) verlangt. Aber gerade bei quasi statischen Motiven wie Blumen kann man das Bild in Ruhe komponieren und dann auch noch einen windstillen Augenblick abwarten um dann im richtigen Moment das Foto zu machen. Wenn man die Kamera die ganze Zeit halten muß ist das nicht so einfach dann zur richtigen Zeit den richtigen Bildausschnit zu treffen da die Kamera ja in allen drei Dimensionen richtig gehalten werden muss. Desweiteren ist man mit der Belichtungszeit sehr viel flexibler.
So Gesehen
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- Geschrieben von Rainer Holland
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Wieder eine Szene aus Göttingen:
Manche können sich über andere nur die wenigen Haare raufen.

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- Geschrieben von Rainer Holland
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Kleiner Objektivkunde zweiter Teil:
Festbrennweite oder Zoom.
Warum sollte man ein Objektiv mit einer festen Brennweite benutzen, wenn man auch ein 18-270mm oder 28-300mm benutzen kann. Mit den Superzooms hat man doch alles was man braucht dabei oder? Na gut die Festbrennweiten sind in der Regel lichtstärker dafür aber auch viel schwerer.
Bis auf die raren Ausnahmen die Regel bestätigen, kann man feststellen das eine Festbrennweite qualitativ immer einem Zoom überlegen ist. Das ist so weil viele Abbildungsfehler von Linsen u.a. Brennweitenabhängig sind. Hat man eine Festbrennweite kann man die einzelnen Linsenelemente in dem Objektiv so wählen das sich die Abbildungsfehler gegenseitig möglichst weit ausgleichen. Das wird nie zu 100% klappen, aber man kommt dem Ideal schonrecht nahe.
Nimmt man jetzt Zoomobjektive, dann wird das zunehmend schwieriger. Die unterschiedlichen Linsenelemente verschieben sich gegen einander und erschweren damit den gegenseitigen Ausgleich von Abbildungsfehlern. Je größer der Zoomfaktor desto größer sind die Kompromisse die bei der Konstruktion eingegangen werden müssen. Unter diesen Gesichtspunkten ist es aber fantastisch was die meisten Zoomobjektive leisten.
Es wird Herbst
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- Geschrieben von Rainer Holland
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Es wird Herbst!
Heute kam ich von der Arbeit und es viel mir so richtig auf das die Bäume anfangen Herbstfarben zu tragen.

Das war es mit dem Sommer ich hoffe auf einen schönen Herbst.
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Kleine Objektivkunde erster Teil:
Weitwinkel,Normal und Tele.
Fangen wir mit dem Normalobjektiv an. Bei einem Normalobjektiv entspricht die Brennweite ca. der Breite der Diagonalen des Aufnahmemediums. Das Normalobjektiv entspricht ungefähr dem Blickfeld des Menschen mit ca.:47°-53° in Brennweite ausgedrückt entspricht das bei Kleinbildkameras (Vollformat) einem 50mm Objektiv, bei Cropkameras (Cropfaktor 1,5/1,6) wird ein 28mm bis 35mm als Normalobjektiv genommen.
Ein Weitwinkelobjektiv ist ein Objektiv mit einer kleineren Brennweite und damit größeren Bildwinkel als bei einem Normalobjektiv. Es wird bei Weitwinkelobjektiven Bildwinkel(Brennweiten) abhängig zwischen Weitwinkel und Ultraweitwinkel Objektiven unterschieden wobei es keine klaren Grenzen gibt wo das einen Anfängt und das Andere aufhört.
Bauartbedingt wird noch zwischen Fisheye und verzeichnungsfreien Objektiven unterschieden. Fisheyeobjektive verzeichen(verzerren) das Bild stark. Linien die nicht durch den Bildmittelpunkt laufen werden gebogen dargestellt. Fisheyeobjektive können mit sehr großen Bildwinkel gebaut werden(180-220°).
Ein Teleobjektiv hat eine größere Brennweite und damit einen Kleineren Bildwinkel als ein Normalobjektiv. Ab 500mm Spricht man von einem Superteleobjektiv unabhängig vom Aufnahmemedium.
Die verschiedenen Objektive nimmt man für unterschiedliche Aufgaben. Normalobjektive kann man gut als "Immerdrauf" Objektiv nutzen viele Fotografische Aufgaben lassen sich mit diesen Objektiv lösen.
Mit Weitwinkelobjektiven kann man näher an eine Szene rankommen bzw in eine Szene eintauchen. Man sollte Weitwinkelobjektive nicht dazu verwenden einfach nur "mehr" auf das Bild zu bekommen, dadurch wirken Bilder schnell unstrukturiert und langweilig bzw. chaotisch. Eine Ausnahme dafür ist die Architekturfotografie da man an in Städten oft nur durch den großen Bildwinkeln die Gebäude komplett abbilden kann. Man bekommt aber durch stürzende Linien und andere Abbildungscharakteristika Probleme die teilweise in Bildbearbeitungsprogrammen korrigiert werden können.
Teleobjektive werden u.a. dazuverwendetet entferntes formatfüllend dazustellen. Desweiteren ist durch die geringe Schärfentiefe bei einem geringen Motivabstand eine sehr gute Freistellung des Motivs möglich.Wenn man genügend Abstand zum Motiv hat kann man sehr gut Teleobjektive benutzen um bei Architektur Objekte möglichst unverzerrt darzustellen.






